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Rasseportrait

Der Akita hat seinen Namen von seiner Heimat, der Präfektur Akita in Nordjapan. Das Wort Inu bedeutet lediglich Hund. Akita gehören nach FCI-Standard zu den Hunden vom Urtyp. Hunde vom Aussehen des Akita leben wie alte Abbildungen belegen seit mehreren Jahrhunderten in Japan.

Geschichte:
Die ersten Vorfahren der Akita waren mittelgroße Hunde, die zur Jagd gehalten wurden. Im Mittelalter änderten sich die gesellschaftlichen Bedingungen, in der Bevölkerung wuchs der Wunsch, zum Schutz von Haus und Hof Hunde einzusetzen. Dazu wurde der Akita Inu mit imposantem Aussehen, wachsam, wehrhaft, selbstbewusst eingesetzt. Im 19. Jahrhundert wurden Hundekämpfe veranstaltet. Nachdem die Hundekämpfe verboten wurden, gab es für diese Hunde keine Verwendung mehr. Gleichzeitig entstand eine Bewegung der Rückbesinnung auf japanische Werte und Traditionen. Und so begann mithilfe der noch vorhandenen Akita Inu die Rückzüchtung des ursprünglichen japanischen Hundes. 1931 wurde der Akita Inu zum Naturdenkmal erklärt

Aussehen:
Der Akita ist ein schöner und würdevoller Hund von ausgewogenem Körperbau. Mit seiner Gesichtsmaske, den dunklen Augen, den gespitzten Ohren und dem Lächeln spricht er auch Menschen an, die sonst mit Hunden eher nichts am Hut haben. Es gibt kaum einen Spaziergang, auf dem ein Akita-Besitzer nicht auf seinen schönen Hund angesprochen wird. Das attraktive Äußere verführt dazu, den nächsten Verwandten des Wolfes zu übersehen.

Gesundheit:
Wie alle gezüchteten Hunde hat der Akita nicht mehr die Vitalität seines Ahnen Wolf. Trotzdem hat er im Vergleich zu anderen Rassen eine hohe Lebenserwartung. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass er wie andere Hunde unter Zivilisationskrankheiten wie Immunerkrankungen, Allergien und Hautkrankheiten leiden und im Alter eine Anfälligkeit für Skeletterkrankungen und Arthrosen zeigen kann. Für den Züchter bedeutet das, bei der Auswahl seiner Zuchthunde sein Augenmerk auf die Gesundheit der Tiere zu legen und für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine artgerechte Haltung zu sorgen.

Charakter:
Der Akita ist ein ursprünglicher Hund, der immer noch natürliche Verhaltensweisen zeigt. Daraus erklären sich die besonderen Charaktereigenschaften: Ein ruhiger, würdevoller Hund selbstbewusst, eigenständig bis eigensinnig, mutig und intelligent. Zu Hause ist er der ideale Hausgenosse. Seine Menschen liebt er über alles. Bekannte werden begeistert begrüßt. Draußen verhält er sich gegenüber Menschen uninteressiert bis freundlich.

Der Akita braucht eine Beschäftigung, die den ganzen Hund fordert am besten geeignet sind deshalb Fährtenarbeit oder Hundesport. Kommandos werden erst mal auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft, bevor er sie in Akita-Geschwindigkeit (also eher gemächlich) befolgt.

Im Umgang mit anderen Hunden zeigt der Akita Verhaltensweisen, die in anderen Rassen weniger ausgeprägt oder durch gezielte Zucht längst verloren gegangen sind. Als Rudeltier unterscheidet er dabei genau zwischen Rudel-Mitgliedern und Fremden. Sein Rudel seine Halterfamilie, andere im Haushalt lebende Artgenossen sind sein ein und alles. Fremde Artgenossen dagegen werden von ihm vorrangig als Konkurrenten wahrgenommen und dann auch so behandelt je nach Situation ignoriert, verjagt oder unterworfen. Dabei sind die Hündinnen in der Regel zurückhaltender als die Rüden und ignorieren fremde Hunde eher. Kontakte zu Menschen sind ihm wichtiger als die zu seinesgleichen.

Zum anderen ist da die große Individualdistanz des Akita, auf das ungebremste Anstürmen anderer Hunde reagiert er oft ungehalten. Für den Halter bedeutet das, seinen Akita mit und ohne Leine unter Kontrolle zu halten, vorausschauend zu agieren und im Zweifelsfall kritische Situationen zu meiden oder ihnen auszuweichen.

Der Akita zumindest der Akita-Rüde ist selten ein Hund für die Hundewiese. Verantwortungsvolle Züchter berücksichtigen deshalb bei der Auswahl ihrer Zuchthunde neben Aussehen und Gesundheit auch den Charakter und besonders die Sozialverträglichkeit.

Erziehung:
Schon allein aufgrund seiner Größe und Kraft braucht der Akita Erziehung. Aufgrund seiner Charaktereigenschaften braucht der Akita einen selbstsicheren und konsequenten Halter, der klare und eindeutige Regeln aufstellt und durchhält. Daneben benötigt der Akita eine frühzeitige Gewöhnung an Artgenossen. Im Welpen- und Junghundekurs kann er lernen auf andere Rücksicht zu nehmen.

Aber auch mit bester Sozialisierung und Erziehung der Akita ist kein einfacher Hund. Wer sich von der Schönheit des Akita verführen lässt, ansonsten aber den Traum hat, mit seinem Hund täglich auf die Hundewiese zu gehen und dort vergnüglich und ungestresst dem Rumtollen der Hunde zuschauen zu können der sollte sich nach einer anderen Rasse umsehen.

Wer sich aber auf den Akita einlassen will, sich für das Wesen dieser recht urtümlichen Hunde begeistern kann, ihre Unabhängigkeit und ihre Selbständigkeit schätzt, der bekommt einen großartigen Hausgenossen und unerschütterlichen Begleiter in fast allen Lebenslagen.